Ihmepark Hannover
Urbanes Umfeld
Gestaltung des Ihmeparks in Hannover
Kommune: Stadt Hannover (NI)
Multifunktionalität: Klimaanpassung (Regenwasserspeicherung + Überflutungsschutz) + Aufenthalts-/Freizeitfläche

Konzeption:
Der Ihmepark in Hannover liegt direkt am Ufer der Ihme und verbindet die Entwicklung eines neuen inner-städtischen Parks mit den Anforderungen des Hochwasserschutzes. Durch die Terrassierung des Geländes entstanden abgestufte Ebenen, die mit langgestreckten Sitzmauern strukturiert sind und großzügige Rasenflächen schaffen. Diese Flächen bieten Raum für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Der Park ist über ein barrierefreies Fuß- und Radwegesystem erschlossen, welches in das städtische Wegenetz eingebunden ist. So ist der Ihmepark optimal mit den angrenzenden Stadträumen verknüpft und für alle Nutzerinnen und Nutzer leicht zugänglich. Ergänzend dazu wurden Podeste und Sitzgelegenheiten direkt am Wasser angelegt, die den Fluss erlebbar machen und zum Verweilen einladen.
Mit einer Fläche von rund 61.000 Quadratmetern wurde der Ihmepark 2014 fertiggestellt. Durch die Kombination aus naturnaher Gestaltung, barrierefreier Erschließung und Hochwasserschutz entstand ein inner-städtischer Park, der sowohl funktional als auch nutzerfreundlich ist und vielfältige Aufenthaltsmöglichkeiten bietet.
Klimawirkung:
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Übertragbarkeit auf GI/GE:
sehr gut – Grünflächen zum Schutz vor Überflutung, zur Steigerung der Aufenthaltsqualität sowie ihre Verknüpfung mit einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur. Ein weiteres Beispiel dafür, im Bereich eines Gewerbegebiets, ist der TAYLOR Park in Mannheim.
Kontakt:
foundation 5 + landschaftsarchitekten bdla
Am alten Sudhaus 6
34119 Kassel
E-Mail: landschaft@foundation-kassel.de
Tel.: 05619200080
Multifunktionale Gebäudenutzung, Wiesbaden
Urbanes Umfeld
Multifunktionale Gebäudenutzung in Wiesbaden
Kommune: Stadt Wiesbaden (HE)
Multifunktionalität: Klimaanpassung (Flächeneinsparung, Dachbegrünung) + Stellplätze + Aufenthaltsflächen


Konzeption:
Das 2022 fertiggestellte Projekt vereint auf einem Grundstück Einzelhandel, Parken und Kinderbetreuung unter einem Dach und zeigt, wie unterschiedliche Nutzungen funktional miteinander kombiniert werden können. Im Erdgeschoss befindet sich eine DM-Filiale, während im 1. Obergeschoss ein Parkdeck mit einer zusätzlichen Ladenfläche realisiert wurde. Darauf wurde die zweigeschossige Kindertagesstätte geplant, die als eigenständiges „Kinderhaus“ frei auf dem Dach steht.
Die Außenspielflächen der Kita liegen auf dem begrünten Dach des Parkdecks. Hohe Umfassungsmauern schützen die Kinder dabei vor möglichen Beeinträchtigungen durch die gewerbliche Nutzung im darunterliegenden Geschoss. Alle Bereiche des Gebäudes sind barrierefrei zugänglich, sodass eine gleichberechtigte Nutzung für alle Besucher:innen und Nutzer:innen gewährleistet ist.
Klimawirkung:
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Übertragbarkeit auf GI/GE:
gut – etwa für eine Betriebskita über einem Büro- oder Einzelhandelsgebäude. Die Flächeneffizienz wird gesteigert, zusätzliche Bodenversiegelung reduziert und eine enge räumliche Nähe zu Arbeitsplätzen geschaffen, wodurch Wegezeiten verkürzt und Synergien zwischen Betrieb(en) und Kinderbetreuung entstehen können.
Kontakt:
PLAN.B – Freie Architekten & Ingenieure
Alsenstraße 8
55252 Mainz-Kastel
E-Mail: info@planb-architekten.de
Tel.: 06134 9317200
Gemeinnützige Känguru Kindertagesstätten Wiesbaden GmbH
Bahnstr. 18
65205 Wiesbaden
Weitergehende Informationen:
Parkplatz "Im Sportpark Eikel", Herne
Urbanes Umfeld
Parkplatz „Im Sportpark Eikel“ in der Stadt Herne
Kommune: Stadt Herne (NRW)
Multifunktionalität: Klimaanpassung (Regenwasserspeicherung + Hitzeschutz) + Stellplätze

Konzeption:
Der Parkplatz „Im Sportpark Eikel“ in Herne wurde im Rahmen der Zukunftsinitiative Klima.Werk zu einem klimagerechten Parkplatz umgestaltet. Damit zeigt er, wie die multifunktionale Gestaltung von Verkehrsflächen aktiv zur Klimaanpassung beitragen können. Ausgangspunkt waren rund 2000 m² asphaltierte Fläche mit Hitzeinseleffekten und Überschwemmungsgefahr bei Starkregen. Durch versickerungsfähiges Pflaster, Baumrigolen (Unterirdische Rückhalteräume, die anfallende Niederschlagsabflüsse auf dem Parkplatz natürlich aufnehmen, speichern das Regenwasser und geben es nach und nach ab) zur Regenwasserspeicherung und eine gezielte Geländemodellierung wird Niederschlagswasser dezentral zurückgehalten, die Kanalisation entlastet und zugleich das Mikroklima verbessert. Zusätzlich sorgen Baumpflanzungen und anderweitige Begrünung für Schatten und Aufenthaltsqualität. Zwölf Quadratmeter große Pflanzgruben bieten den Bäumen ausreichende Wachstumsmöglichkeiten. In den Rigolen zwischengespeichertes Wasser dient zur Bewässerung der Bäume.
Der Umbau ist Teil des städtischen Konzepts zur Klimafolgenanpassung. Von den Investitionskosten (rund 780.000 €) wurden 665.000 € über Fördermittel des Landes NRW erbracht.
Klimawirkung:
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Übertragbarkeit auf GI/GE:
gut – Firmenparkplätze gehören zu den überwiegend stark flächenbeanspruchenden Nutzungen in
GI-/ GE-Gebieten. Sofern eine Stapelung von Stellplätzen ausscheidet, ist eine multifunktionale Nutzung in der vorgestellten Form eine klimagerechte Lösung für GI-/ GE-Gebiete. Voraussetzung dürfte jedoch in der Regel eine öffentliche Förderung sein.
Kontakt:
Stadt Herne
Julia Landowski, Stadtkoordinatorin der Zukunftsinitiative Klima.Werk
E-Mail: julia.landowski@herne.de
Daniel Wirbals, Abteilungsleiter für Klima- und Immissionsschutz
E-Mail: daniel.wirbals@herne.de
Weitergehende Informationen:
Arsenalplatz, Stadt Ludwigsburg
Urbanes Umfeld
Umgestaltung Arsenalplatz in Ludwigsburg
Kommune: Stadt Ludwigsburg (BW)
Multifunktionalität: Klimaanpassung (Hitzeschutz + Verbesserung der Luftqualität + Regenwasserspeicherung) + Aufenthalts-/Freizeitfläche


Konzeption:
Die Umgestaltung des Arsenalplatzes in Ludwigsburg zeigt exemplarisch, wie eine ehemals monofunktiona-le Verkehrs- und Parkfläche in einen multifunktionalen Stadtraum transformiert werden kann. Durch die Schaffung eines Stadtparks mit einem Hain aus 60 Bäumen, Wasserspiel, flexiblen Aufenthalts- und Bewe-gungsflächen sowie gastronomischen Angeboten entstand ein Ort, der gleichermaßen Kühlung, Erholung, Begegnung und Veranstaltungen ermöglicht. Der Splitt-Belag kann Regenwasser aufnehmen, wodurch Ver-dunstungskühle entsteht. Außerdem wird Regenwasser von den Dachflächen des Arsenalgebäudes in einer Zisterne gesammelt, um in Zeiten von Hitze und Trockenheit für die Bewässerung der Bäume zur Verfügung zu stehen. Damit wird der Platz nicht nur ökologisch und klimatisch aufgewertet, sondern er erhält auch eine zentrale soziale Funktion im städtischen Gefüge. Das Projekt ist Teil des Sanierungsgebiets ZIEL (Zent-rale Innenstadt-Entwicklung Ludwigsburg). Es wird im Rahmen der Städtebauförderung mit insgesamt 1,2 Millionen Euro von Bund und Land, mit 3,6 Millionen Euro von der Stadt sowie mit 340.000 Euro vom Ver-band Region Stuttgart unterstützt.
Klimawirkung:
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Übertragbarkeit auf GI/GE:
sehr gut – Die Entsiegelung und Begrünung von Innenhöfen und / oder Parkplätzen schafft multifunktionale Freiräume und fördert Aufenthaltsqualität für Mitarbeitende, die Biodiversität sowie das Mikroklima.
Kontakt:
Stadt Ludwigsburg
Team Stadtplanung
Angelika Boos
E-Mail: a.boos@ludwigsburg.de
Tel.: 071419102968
Weitergehende Informationen:
Mehrfamilienhaus „Smart ist grün“, Hamburg
Urbanes Umfeld
Mehrfamilienhaus „Smart ist grün“ in Hamburg Wilhelmsburg
Kommune: Freie und Hansestadt Hamburg (HH)
Multifunktionalität: Klimaanpassung (Regenwasserspeicherung + Dach-und Fassadenbegrünung + Hitzeschutz + Verbesserung der Luftqualität) + Klimaschutz (PV-Anlage, Solarthermie)


Konzeption:
Die Behrendt Wohnungsbau GmbH & Co KG setzte beim Hamburger Mehrfamilienhauses „Smart ist grün“ im Stadtteil Wilhelmsburg auf die Kombination von Fassadenbegrünung, PV und Solarthermie. In die Brüstungen der Südbalkone sind Photovoltaikmodule integriert. Ein wandgebundenes Regalsystem mit großen Pflanztrögen und Kletterhilfen aus Stahlnetz sorgt in Kombination mit der Kletterhortensie für eine grüne Fassade. Zusammen mit einer extensiv bepflanzten Dachfläche von ca. 400 m², auf dem Sedumgewächse, Stauden und Gräser wachsen, wird in den Sommermonaten für einen effektiven Hitzeschutz gesorgt. Solarthermiekollektoren an der Dachkante und auf dem Dach tragen zur Wärmeversorgung bei. Durch diese multifunktionale Nutzung der Gebäudehülle wird der energetische Standard eines Passivhauses erreicht; das Objekt umfasst 14 Wohneinheiten mit einem beheizten Raumvolumen von rd. 6.100 m³. Die Fläche der Südfassade umfasst insgesamt ca. 370m², die begrünte Fläche ca. 50 m².
Das Projekt wurde im Rahmen der Hamburger Internationalen Bauausstellung (IBA) 2011 – 2013 realisiert.
Klimawirkung:
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Übertragbarkeit auf GI/GE:
sehr gut – Die Konzeption ist unmittelbar auf Bürogebäude übertragbar; grundsätzlich eignen sich großflächige, wenig unterbrochene Fassaden von Gewerbehallen ideal zur Installation von PV-Anlagen – gleichzeitig kann durch ihre Begrünung das Innenklima durch Isolation und Verdunstungskühle wirksam reguliert werden.
Kontakt:
Bauherr / Bauträger:
Behrendt Wohnungsbau GmbH & Co KG, Hamburg
Architekt: zillerplus Architekten und Stadtplaner, München
E-Mail: info@zillerplus.de
Weitergehende Informationen:
Dachterrasse der Universität für Bodenkultur Wien
Urbanes Umfeld
Dachterrasse der Universität für
Bodenkultur Wien
Kommune: Stadt Wien (Österreich)
Multifunktionalität: PV-Anlage + Aufenthaltsraum + Klimaanpassung (intensive Dachbegrünung)

Konzeption:
An der Universität für Bodenkultur Wien wurde ein PV-Dachgarten, bestehend aus einer intensiv begrünten Dachterrasse, einer in Holz gefertigten Pergola und einer Überdachung mit Photovoltaik Glas-Glas-Modulen als Begegnungsort für Studierende und Mitarbeiter geschaffen.
Das Projekt wurde im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes mit zehn Partnern aus der Forschung und der Wirtschaft entwickelt. Die Kosten inklusive Begrünung, Stahlträgerkonstruktion und Photovoltaik-System belaufen sich aktuell auf etwa € 79.500,-. Der PV-Dachgarten liegt mit € 1.400,- pro Quadratmeter in etwa im Kostenrahmen eines Wintergartens – liefert zum selben Preis jedoch bereits Grünstrom und begrüntes Wohlfühl-Ambiente.
Die vormals wenig genutzte Terrasse wurde so um gefühlte drei bis fünf Grad heruntergekühlt. Die 56 m² große Pergola-Konstruktion, die zu 70 Prozent mit PV-Modulen ausgestattet ist, erzeugt jährlich etwa 5.500 kWh Grünstrom. Damit können ein bis zwei Haushalte versorgt werden. Der übrige Lichteinfall reicht für das Pflanzenwachstum darunter aus.
Klimawirkung:
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Übertragbarkeit auf GI/GE:
sehr gut – Flächensparende Schaffung von Aufenthaltsqualität und / oder grünen Arbeitsräumen bei gleichzeitiger Energiegewinnung und Klimaregulierung durch die Dreifachnutzung von Verwaltungsgebäude- oder tragfähigen Gewerbehallendächern.
Kontakt:
tatwort Nachhaltige Projekte GmbH
Weitergehende Informationen:
Link: Dachterrasse BOKU Wien