©F. Borscz, Stadt Gummersbach

Wendehammer, Gummersbach

Month: Januar 2026

Kommune: Gummersbach
Naturbasierte Maßnahme:  Begrünung von Verkehrsinseln (Innen und Außenwirkung):

Konzeption:

Die Stadt Gummersbach hat 2023 im Gewerbegebiet Windhagen-West vier Mittelinseln von Wendeschleifen entsiegelt und naturnah begrünt. Die Verkehrsinseln liegen an der Fraunhofer-, Kirchhoff- und Bunsenstraße. Durch die naturnahe Begrünung sollen sie positive Akzente auch für die Gewerbegebieten setzen. Die Entsiegelungsfläche betrug jeweils zwischen 100m² und 70m². Nach dem Abtragen des Asphalts wurde das Erdreich mit Gestein Split versetzt, um den Erdhorizont abzumagern, damit die Stauden und Naturwiese sich gut entwickeln können. Es wurden Pflaster-/Schotterrasen mit Steinhaufen (dienen Kleintieren als Unterschlupf), Mager-/Sandrasen mit Wildkräutern, sowie ein wärmeliebender Totholzstreifen angelegt. Dadurch bieten die Verkehrsinseln Insekten und Kleintieren einen hochwertigen Lebensraum. Die Flächen sollen sich weiter entwickeln und wurden daher teilweise sich selbst überlassen, um den Biotop-Charakter zu verstärken. Die entsiegelten Kreisverkehre sollen einen Rückzugsraum für Pflanzen, Insekten und Kleinstlebewesen bieten, aber auch Starkregenereignisse abmildern. Versickerungsflächen wie diese wirken sich positiv auf das Stadtklima aus. Wasser kann im Boden aufgenommen und gespeichert werden. Bei Hitze kann Wasser wieder über Verdunstung (Boden) oder Transpiration (Pflanzen) abgegeben werden. Verdunstendes Wasser kühlt bei Hitze die direkte Umgebung. Damit leisten die vier Verkehrsinseln nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Biodiversität, sondern auch der Klimaresilienz in dem ansonsten stark versiegelten Gewerbegebiet. Die Kosten der Entsiegelung und Neugestaltung beliefen sich auf ca. 70.000€. Um die Planung kümmerte sich das Klimaschutzmanagement im Austausch mit dem Baubetriebshof. Die Maßnahmen wurden vollständig (100 %) durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE,REACT-EU) finanziert und bis Ende April 2023 abgeschlossen.Die Maßnahme ist in der Lage viel öffentliche Wahrnehmung zu generieren und Akzente für die anliegenden Gewerbegebiete zu setzen. Sie erfordert gute Ansprachen zwischen den verschiedenen Ämtern (Baubetriebshof, Amt für Stadtentwicklung und Klimaschutz).

 

©F. Borscz, Stadt Gummersbach
©F. Borscz, Stadt Gummersbach

Klimawirkung:

          

 

Umsetzbarkeit im GI/GE:

hoher finanzieller Aufwand, daher ist eine Einbindung in ein Förderprogramm sinnvoll, Positive Strahlwirkung in das Gewerbegebiet, öffentlichkeitswirksam

Kontakt:

Stadt Gummersbach,

Fachbereich Stadtentwicklung und Klimaschutz

Jakob Kadura

jakob.kadura.de

Weitergehende Informationen: Entsiegelungen – Klima und Energie – Hier zu Hause – www.gummersbach.de

©F. Borscz, Stadt Gummersbach

©Heinz Sielmann Stiftung

SPIR STAR AG, Rimbach

Month: Januar 2026

Bepflanzung im Parkplatzbereich, SPIR STAR AG, Rimbach

Kommune: Rimbach

Naturbasierte Maßnahmen: Begrünter Bereich zwischen Parkplatzflächen (klimat. und Innen wie Außenwirkung):

©Heinz Sielmann Stiftung
©SPIR STAR AG

Konzeption:

Die SPIR STAR® AG, ein international führender Hersteller von thermoplastischen Höchstdruckschläuchen mit Sitz in Rimbach/ Odenwald, hat auf seinem Firmengelände in Rimbach verschiedene Bereiche naturnah begrünt und umgestaltet. Dazu zählt u. a. eine rund 30 m2 große Fläche zwischen befestigten Parkplatzbereichen, die mit heimischen Stauden, unterschiedlichen Bodenstrukturen, Holzstämmen sowie Totholzelementen gestaltet wurde. Die Randstreifen, Böschungen und Mauersockel wurden ebenfalls naturnah begrünt und vielseitig gestaltet sowie Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten bereitgestellt. So konnte nicht das Mikroklima (durch Kühlung und Verdunstung) verbessert und das Versickerungspotenzial erhöht werden, sondern auch die Biodiversität (Vogel, Insektenvielfalt) durch die Erweiterung der Habitate gesteigert werden Die kontinuierliche Pflege und Bewirtschaftung übernimmt mittlerweile ein Mitarbeitender des Unternehmens, der sich alle Flächen und die hauseigenen Schafe kümmert. Die Umgestaltung der Parkplatzflächen und des gesamten Firmengeländes erfolgte in Austausch mit der Kommune Rimbach und in Kooperation mit der Heinz Sielmann Stiftung, einer Naturgartenplanerin und einer regionalen Fachfirma. Sie wurde von der Geschäftsleitung initiiert und finanziert. Die Belegschaft wurde beim Pflanzen der Stauden sowie bei der Vermittlung von Hintergrundwissen zur Auswirkung von naturnahen Maßnahmen mit eingebunden. Das Umweltamt der Kommune Rimbach stand hierbei unterstützend zur Seite. Die SPIR STAR AG wurde bereits im Rahmen der Kampagne „1000 Gärten 1000 Arten“ als erstes Unternehmen in Deutschland prämiert sowie mit dem Umweltpreis des Landkreises Bergstraße ausgezeichnet. Die Maßnahme ist in der Lage die Gebietsidentität zu fördern und für Nachahmungseffekte innerhalb der Region zu sorgen. Sie schafft ein besseres Verständnis für Klima und Umwelt und trägt zu einer höheren Aufenthaltsqualität bei. Im gesamten Ge/GI trägt sie zu einem besseren Bewusstsein für Klimaanpassung und Biodiversität bei (Vorbildcharakter).

Klimawirkung:

               

Umsetzbarkeit im GI/GE: Geringer Aufwand, Flächen und Pflanzenauswahl entscheidet über Pflegeintensität. Einbettung in Gesamtkonzept sinnvoll. Positive Strahlwirkung in die Belegschaft und Umgebung (Kunden, andere Unternehmen), Kommune.

Kontakt:

SPIR STAR AG Sabine Steinmann sabine.steinmann@spirstar.de

https://www.spirstar.de/unternehmen/nachhaltigkeit/

https://www.spirstar.de/unternehmen/nachhaltigkeit/odenwald-im-wandel/

https://www.wirtschaftsregion-bergstrasse.de/Wirtschaft/Wussten-Sie-dass/Die-SPIR-STAR-AG-wurde-als-erste-Firma-bundesweit-fuer-ihr-naturnahes-Gelaende-ausgezeichnet


©WILO SE

Wilo Dortmund

Month: Januar 2026

wandgebundene Fassadenbegrünung bei Wilo in
Dortmund

Kommune: Dortmund
Naturbasierte Maßnahme: Vertikalbegrünung
(klimat. und Innen-wie Außenwirkung)

Konzeption:

Als Pionier für nachhaltige und intelligente Wassertechnologie legt Wilo viel Wert auf Nachhaltigkeit. Beim Neubau des Konzernhauptsitzes in Dortmund hat das Unternehmen daher viel Wert auf eine klimaangepasste Konzeption gelegt. Durch die vorgesetzte Stahlkonstruktion mit aufgehender Vertikalbegrünung am Networking Cube, dem Marktpartnerbegegnungszentrum auf dem Wilopark, setzt der Technologiekonzern ein sichtbares Zeichen und leistet einen Beitrag zu Klimaschutz und Anpassung. Zu diesem Zweck wurden 156 vorkultivierte Pflanzkübel mit Efeu und Zaunreben in Metallbehältern an der Südfassade des Gebäudes eingesetzt. Die Vorkultivierung ermöglicht eine schnelle, großflächige Begrünung. Die sechsreihige Bepflanzung umfasst insgesamt 1.000 Pflanzen. Eine vollautomatische Bewässerungsanlage stellt die Wasser- und Nährstoffversorgung sicher. Wartungsstege erleichtern die Pflege. Die Triebe wachsen überhängend nach unten. Die Begrünungsfläche nimmt rund 610 m2 ein. Vertikalbegrünung lässt sich gut mit Glas- und Metallfassaden kombinieren und eignet sich besonders für versiegelte Standorte. Zwar ist diese Art der Begrünung deutlich aufwändiger als die bodengebundene Variante, doch bietet sie einen Temperaturausgleich: Im Sommer fungiert die Begrünung als natürliche Verschattung der Räumlichkeiten und reduziert den Wärmeeintrag im Gebäude. Darüber hinaus konnten durch die Maßnahme architektonische Akzente gesetzt werden, die Aufenthaltsqualität erheblich verbessert und die Gebietsidentität gefördert werden. Im gesamten Ge/GI hat sie eine Signalwirkung und sorgt für Nachahmungseffekte auch innerhalb und außerhalb des Gewerbegebietes.

©WILO SE
©WILO SE

Klimawirkung:

          

Umsetzbarkeit im GI/GE:
Größerer technischer und finanzieller Aufwand,
geeignet bei großen Glasfassaden und
Bürogebäuden. Schnellere Umsetzung aufgrund
der Vorkultur

Kontakt:
Klaudius Notzon
WILO SE
Wilopark 1
44263
Dortmund
Deutschland
klaudius.notzon@wilo.com
https://www.leonhards.de/portfolio/wilo-dortmund-gebaeudebegruenung/
Wilo eröffnet Networking Cube: Innovatives Zentrum
für Austausch und Vernetzung | Wilo

©Stefan Tuschy/EGLV
©Stefan Tuschy/EGLV

©Zukunftsinitiative Klima.Werk/EGLV

Verkehrsinsel, Dinslaken

Month: Januar 2026

 

Kommune: Dinslaken
Naturbasierte Maßnahme: Naturbasierte Maßnahmen: Schaffung einer
Retentionsmulde als grüne
Verkehrsinsel (Innen und
Außenwirkung)

 

Konzeption:
Gemeinsam haben die Stadt Dinslaken und die Zukunftsinitiative Klima.Werk an der Kreuzung Hünxer Straße/Gerhard-Malina-Straße eine Starkregen-Überflutungsfläche geschaffen. Der Bau der Anlage begann Ende Januar 2021. Die Mulde in Dinslaken befindet sich direkt im Kreuzungsbereich angrenzend an die Gewerbegebiete Mitte und Gerhard-Malina-Straße. Sie umfasst eine Fläche von ca. 350 Quadratmetern. Vor den Baumaßnahmen wurde der Boden auf seine Versickerungsfähigkeit geprüft, anschließend die Regenmulde ausgehoben. 15 Stufen führen in die 2,45 Meter tiefe Mulde, 265 Kubikmeter Regenwasser kann die Überflutungsfläche in kürzester Zeit auffangen. Sie entlastet damit die nahegelegene Kreuzung und das Kanalnetz. Danach kann das Wasser auch Stück für Stück wieder im Untergrund versickern und teilweise von der unterirdischen Kanalisation abgeleitet werden. Die Retentionsmulde soll in Zukunft die Folgen von extremen Starkregenereignissen abmildern. Retentionsräume sowie Verdunstungs- und Versickerungsflächen wirken sich positiv auf das Stadtklima aus. Verdunstendes Wasser kühlt bei Hitze die direkte Umgebung. Bauwerke wie die Regenmulde in Dinslaken sind damit ein elementarer Baustein des Schwammstadtkonzeptes und ein wichtiger Beitrag für mehr Klimaresilienz in städtischen Bereichen. Die planungsrechtliche Sicherung der Fläche erfolgte durch ihre Aufnahme in den Bebauungsplan. Für die Planung und bauliche Umsetzung war der Fachdienst Tiefbau der Stadt Dinslaken verantwortlich. Das Klima.Werk unterstütze das Projekt durch die Akquise von Fördermitteln. Mit einer Summe von 55.000 Euro wurde die Maßnahme vom Land NRW über das Ruhrkonferenz-Projekt “Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ gefördert. Die Maßnahme ist in der Lage Wetterextreme aufzufangen und sollte als Vorsorge in Starkregen gefährdeten und besonders versiegelten Bereichen wie Innenstädten und Gewerbegebieten umgesetzt werden.

©Zukunftsinitiative Klima.Werk/EGLV

Klimawirkung:

    

 

Umsetzbarkeit im GI/GE:
Gut bei einer Neubaumaßnahme, höherer Aufwand
durch stat. Vorrausetzungen. Sehr starke
Ausstrahlungswirkung.

Kontakt: Stadt Dinslaken
Stabsstelle Stadtentwicklung
Marcus Beck
Marcus.beck@dinslaken.de

Weitergehende Informationen: https://www.klima-
werk.de/klimaprojekte/ueberflutungsflaeche-
dinslaken

©Zukunftsinitiative Klima.Werk/EGLV

©Fruchthof Konstanz GmbH

Fruchthof Konstanz GmbH

Month: Januar 2026

Intensive Dachbegrünung in Kombination mit PV, Fruchthof Konstanz-GmbH

Kommune: Stadt Konstanz
Multifunktionalität: Naturbasierte Maßnahmen: intensive Dachbegrünung mit PV (klimat. Innen- wie Außenwirkung)

©Fruchthof Konstanz GmbH
©Fruchthof Konstanz GmbH

Konzeption:
Das Fachgroßhandelsunternehmen für Obst und Gemüse Fruchthof Konstanz GmbH hat Ende 1990 im Industriegebiet von Konstanz im Zuge eines Neubaus Büro und Lagergebäude mit einer intensiven Dachbegrünung ausgestattet. Die Begrünung wurde als Dachgarten angelegt mit Bäumen (Birken, Weiden, Tanne, Fichte), Sträuchern, wilden Orchideen und Weinpflanzen. Sie umfasst einen Naturteich sowie eine Naturwiese, die zweimal im Jahr gemäht wird und als Aufenthaltsfläche für die Belegschaft dient. Die Konstruktion der gesamten Anlage umfasst 120 Pfähle mit Wasserleitungen (14 km Leitungen im Boden und in den Pfählen). Das Fassungsvermögen der unterirdischen Zisternen liegt bei 270 000 l , die in einen Wasserkreislauf weitergeleitet werden, so dass kein Frischwasser zur Bewässerung nötig ist. Die Dachbegrünung wird nur auf 25 bis 50 cm Erdschicht durchgeführt, die auch Wärme- und Einstrahlungsdämmung verhindert. Die Wand- und Dachdämmung wurde mit dickem Stahlbeton mit bis zu 50 cm Stärke vorgenommen. Die Maßnahme vereint gleich mehrere Vorteile. Die Dachtemperatur wird auf 20–25 °C heruntergekühlt und ermöglicht so eine Kühlung der gelagerten Waren. Im Winter bietet sie eine gute Wärmedämmung und spart so Energie ein. Durch das Gründach wird auch ein Teil der Niederschlagsmenge zwischengespeichert, Biodiversität gefördert und die Aufenthaltsqualität der Mitarbeitenden und Identifikation mit der Firma gesteigert. Mitarbeitende können über die Büroräume des 2. Stocks den Naturgarten in Pausen zur Erholung nutzen. Die Begrünung wurde auf Eigeninitiative des Unternehmens vorgenommen und später ausgezeichnet. Die Maßnahme in der Lage die Gebietsidentität zu fördern und für Nachahmungseffekt innerhalb des Gewerbegebietes zu sorgen. Im gesamten Ge/GI trägt sie zur Klimaneutralität der Kommune bei und stärkt Ihren Status (Vorbildcharakter). Durch ihre Mehrfachwirkung (Stromertrag, Wärmedämmung, Aufenthalt und Wasserspeicherung) bietet sie einen sehr guten Übergang zu Multifunktionalität.

Klimawirkung:

 

Umsetzbarkeit im GI/GE:
Gut bei einer Neubaumaßnahme, höherer Aufwand durch stat. Vorrausetzungen. Sehr starke Ausstrahlungswirkung.

Kontakt:
info@fruchthof-konstanz.de
Weitergehende Informationen: https://www.fruchthof-konstanz.com/unternehmen


©friederichs.gmbh

Carl Friederichs GMBH, Frankfurt

Month: Januar 2026

Bodengebundene Fassadenbegrünung bei Carl Friederichs GmbH in Frankfurt

Fassaden der Werkshallen der Carl Friederichs GmbH in Fechenheim-Nord/Seckbach

Kommune: Stadt Frankfurt
Multifunktionalität: Bodengebundene Fassadenbegrünung
(klimat. und Innen- wie Außenwirkung)

©friederichs.gmbh
©friederichs.gmbh

Das Karosseriebauunternehmen Carl Friederichs hat seinen Sitz im dicht bebauten Frankfurter Gewerbegebiet Fechenheim-Nord/Seckbach. Da nur wenige Bodenflächen für eine Begrünung zur Verfügung stehen, wurde die Möglichkeit der bodengebundenen, vertikalen Begrünung genutzt. Die Fassadenbegrünung der massiven, mit Rankhilfen versehenen Hallen wirkt sich positiv auf das Mikroklima und die Innenraumtemperatur aus. So bleiben die Gebäude auch im Sommer wesentlich kühler. Grüne Fassaden können 40 bis 80 % aller Sonnenstrahlen reflektieren, absorbieren und so die Temperatur der Fassade um bis zu 30°C senken. Um eine doppelte Wirkung zu erzielen, wurde die Begrünung mit einem Bienennährgehölz, wilder Wein (Parthenocissus), durchgeführt. Die Bepflanzung braucht wenig Pflege. Die Maßnahme wurde mit dem städtischen Förderprogramm „Frankfurt frischt auf“ gefördert. Die Maßnahme ist in der Lage die Gebietsidentität zu fördern und für Nachahmungseffekte innerhalb des Gewerbegebietes zu sorgen. Im gesamten Ge/GI trägt sie zur Klimaneutralität der Kommune bei und stärkt Ihren Status (Vorbildcharakter).

Klimawirkung:

           

Umsetzbarkeit im GI/GE:

geringer Aufwand bei Fassaden, Rankgitter müssen bereitgestellt werden. Pflanzenwahl wichtig entscheidet über Intensität des Rückschnittes.

(Begrünung bietet weitere Wärmedämmung, Schutz vor Hitze und Kälte)

Kontakt:

Frank Schülke

f.schuelke@cf-frankfurt.de


© Four Parx

Logistikimmobilie „FOUR PARX MACH 2", Hamburg

Month: Januar 2026

Doppelstöckige Logistikimmobile „FOUR PARX MACH 2“ in Hamburg

 

Kommune: Freie und Hansestadt Hamburg (HH)
Multifunktionalität: Klimaanpassung (Flächeneinsparung + Fassadenbegrünung) + Stellplätze + Aufenthaltsflächen

© Four Parx
© Four Parx

Konzeption:

Nahe dem Hamburger Hafen entstand 2022 auf dem rund 123.000 m² großen Areal einer ehemaligen Refresco-Produktionsstätte ein doppelstöckiges Gewerbe- und Logistikzentrum. Die Immobilie bietet auf zwei gleichwertig nutzbaren Ebenen insgesamt 102.000 m² flexibel unterteilbare Logistikflächen sowie zusätzlich 10.000 m² Büro- und 13.000 m² Mezzanine-Flächen. Die obere Logistiketage ist ganzjährig mit bis zu 45 Tonnen schweren LKW befahrbar. Zwei beheizte Rampen (12 Meter hoch, 6 % Steigung) ermöglichen eine getrennte Zu- und Abfahrt. Ein eingehängtes Parkdeck unterhalb der oberen Rangierplattform bietet außerdem 200 PKW-Stellplätze. Auch das Thema E-Mobilität wurde bei der Projektplanung berücksichtigt. Zudem wurde ein Teil der Fassade begrünt, um das Mikroklima zu verbessern und einen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit zu leisten.

Mehrstöckige Logistikimmobilien spielen eine zentrale Rolle für die städtische Logistik, da sie dem begrenzten Flächenangebot in innenstadtnahen Bereichen entgegenwirken und – im Einklang mit dem Ziel der Bundesregierung, den täglichen Flächenverbrauch bis 2030 auf unter 30 Hektar zu senken – zu einer geringeren Flächenversiegelung beitragen. Durch eine moderne, nachhaltige und ressourcenschonende Bauweise zielt der Entwickler auf eine BREEAM-Zertifizierung mit dem Standard „Very Good“ (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) ab.

Klimawirkung:

   

Übertragbarkeit auf GI/GE:
gut – Die doppelte Logistiklösung ist grundsätzlich auf andere GI/GE übertragbar, insbesondere dort, wo eine begrenzte Flächenverfügbarkeit vorliegt. Einschränkungen ergeben sich jedoch durch bauliche Voraussetzungen wie Statik, Rampenhöhen und bestehender Infrastruktur.

Kontakt:

FOUR PARX Holding GmbH
E-Mail: info@four-parx.com
Tel.: 06103800060

Weitergehende Informationen:

Link: https://cms.four-parx.com/uploads/Expose_Hamburg_Print_271a5a542f.pdf


© Spaleck GmbH

Spaleck GmbH Bocholt Fassadenbegrünung

Month: Januar 2026

Gebäudefassaden der Spaleck GmbH in Bocholt

 

Kommune: Stadt Bocholt (NRW)
Naturbasierte Maßnahme: bodengebundene Fassadenbegrünung (klimat. und Innen-wie Außenwirkung)  

© Spaleck GmbH
© Spaleck GmbH

Konzeption:

Das Maschinenbauunternehmen Spaleck GmbH & Co. KG in Bocholt setzt auf nachhaltige Flächengestaltung und ökologische Maßnahmen. In den Jahren 2020/2021 wurden verschiedene Gebäude an der Robert-Boschstraße begrünt, um das stark versiegelte Areal besser an den Klimawandel anzupassen.  Dazu wurden schmale Beetstreifen vor Bürogebäuden und Hallen mit wildem Wein und Clematis bepflanzt. Metallrankgitter an den Wänden ermöglichen den Pflanzen ein Hochranken und schützen die Bausubstanz. Die Begrünungsfläche nimmt rund 800 m2 ein (80 m x 10m Höhe). Die Maßnahme konnte durch das kommunale Förderprogramm „Business und Biodiversity“ der Kommune Bocholt mit rund.300 Euro gefördert werden. Die Rankgitter wurden zugekauft, die Kosten beliefen sich auf 77,81 € pro Gitter. Der Pflegeaufwand besteht in regelmäßigem Gießen, Schnitt und Kontrolle.  

Im Sommer kühlt die Fassadenbegrünung, im Winter dagegen bietet sie eine gute Wärmedämmung und sorgt so für niedrigere Heizkosten. Im Gewerbegebiet an der Robert-Boschstraße hat die Firma Spaleck GmbH mit seiner bodengebundenen Fassadenbegrünung nicht nur eine grüne Oase geschaffen, sondern auch das Mikroklima des stark versiegelten 70 iger Jahre Gebietes verbessert. Die Aufenthaltsqualität konnte erheblich verbessert und die Gebietsidentität gefördert werden.  Im gesamten Ge/GI hat sie eine Signalwirkung und sorgt für Nachahmungseffekte innerhalb des Gewerbegebietes.

Klimawirkung:

           

 

Umsetzbarkeit im GI/GE:  

Leicht umsetzbar, geringer technischer Aufwand bei gemauerten Fassaden, aufwendiger bei Hallen aus Stahlblech.  

Kontakt:

SPALECK GmbH 
E-Mail: info@spaleck.de
Tel.: 0287121340

weitergehende Informationen:

Link: SPALECK GmbH Nachhaltigkeit


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